Digitalisierung und Augmented Reality – Headhunting in einer neuen Welt!

Andreas U.

Längst spricht man über mehr als nur vom Zeitalter der Industrie 4.0. Als technikbegeisterter Headhunter bin ich angetan von den neuen Themen meiner Mandanten und freue mich über den Grad der Begeisterung mit dem sich die Unternehmen der Aufgabe einer noch vernetzteren und automatisierten Welt stellen.

Was hat das Thema nun aber mit Headhunting zu tun? Es gibt bei allen Neuerungen und unternehmerischen Ansätzen eine Konstante, die geblieben ist, der Faktor Mensch. Ausnahmslos jeder hat durch die vielfältigen Möglichkeiten der Informationsgewinnung sowie den Medien und Netzwerken heute die Chance frühzeitig zu sondieren und sich einen Eindruck zu verschaffen, was ihn bei seinem potenziellen Arbeitgeber erwarten könnte. Jedoch stelle ich mir an der Stelle die Frage, ob das gewonnene Bild wirklich der Realität entspricht, ebenso wie wir als Mensch vorschnell anhand weniger Informationen filtern und urteilen und möglicherweise aufgrund unserer Erfahrungen einem echten Talent die Chance auf ein tolles Gespräch verweigern.

Die individuelle Ansprache und der Moment der Kontaktaufnahme sind daher umso kostbarer, denn wirklich niemand möchte anhand von ein paar Kreuzchen ausgewählt werden – schon gar nicht in der heutigen Zeit. Ebenso ist es das persönliche Gespräch, das an Wert gewinnt, weil die Masse an Mitteilungen dazu führt, dass jeder irgendwann eine weitere Aufnahme an Informationen verweigert und nicht mehr zugänglich ist. Kurzum, ich möchte es im Zeitalter von Big Data so lösen, wie ich es für mich erwarten würde, persönlich, individuell und vor allem mit Aufrichtigkeit. So sehr sich auch die Auswahlprozesse ändern, es entscheidet bei der Einstellung – zumindest noch gegenwärtig – das persönliche Interview und ein Mensch.

Bei aller Liebe zur Automatisierung kann ich mir zwar in einigen Bereichen der Personalgewinnung die Unterstützung von Algorithmen und Datenbanken vorstellen, jedoch, da es um Menschen geht, mit unterschiedlichen Emotionen, Bedürfnissen und Motivationen bin ich überzeugt, dass das persönliche Gespräch und der Charme einer individuellen Begegnung nicht durch eine Web-Shop-Lösung oder eine Amazon-ähnliche Rekrutierungsquelle ersetzt werden kann.

Es ist also wie bei meiner Frau, die über das Online-Shopping personalisierte Päckchen erhält – über die sie sich freut – anstelle von Massenwerbung, die einfach nur ungelesen gelöscht wird. Deshalb bin ich mir sicher, dass die Ansprache in den kommenden Jahren nicht einfacher wird aber auch nicht an Bedeutung verliert. Ich werde darauf setzen, dass ich genau diese Personen erreiche, die mit ihrer Individualität einen wertvollen Beitrag zur Unternehmenskultur beitragen und die sie sich ebenso so sehr von ihrem Arbeitgeber wünschen.

Viele Grüße,
Ihr Andreas U.

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