Die Rückkehr der Manager – möge die Macht mit ihnen sein und der wertvolle Erfahrungsschatz nie verloren gehen

Andreas U.

Gerade für sehr erfolgreiche Menschen ist es schwierig, wenn sie den Zeitpunkt der Rente erreicht haben. Das Umfeld erwartet, dass derjenige, der in Rente geht, nun alte Hobbys aufnimmt, vermehrt Freunde trifft und all das tut, was er schon lange tun wollte. Denn die Manager hatten außerhalb ihrer Arbeit wenig bis keine Zeit für Familienleben, Freunde und Freizeitaktivitäten jeglicher Art.

Das Entscheidende, worunter diese Senioren jedoch am meisten leiden, ist der Wandel vom erfolgreichen, angesehenen Manager zum gewöhnlichen Rentner. Die Anerkennung fehlt, der Ansporn, das Feedback und die Erfolge. Oftmals drehte sich ihr gesamtes Leben jahrzehntelang nur um den Job. Die 70-Stunden-Wochen wie auch die Vielzahl von Terminen und Dienstreisen gehören nun der Vergangenheit an.

Im Gegenzug dazu fehlt auch den Firmen häufig die jahrzehntelange Erfahrung der ausscheidenden Mitarbeiter. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland mit der Vernachlässigung von pensionierten Fach- und Führungskräften im Trend. So verzichten 72 Prozent der europäischen Unternehmen auf die Einbindung von qualifizierten Arbeitskräften, die sich im Ruhestand befinden. Nur 19 Prozent beziehen diese mit ein.

Unternehmen stehen daher zukünftig vor der zentralen Herausforderung, den großen Erfahrungsschatz bewährter pensionierter Manager effektiver einzubinden.

Das Ergebnis wäre eine Win-Win-Situation: Ehemalige Führungskräfte fühlen sich weiter gebraucht und leisten wertvolle Arbeit für die Unternehmen, in denen sie so lange an der Spitze standen. Und auch für den Spezialisten-Nachwuchs, der diese Lücke schließen soll, wären die Know-how-Träger früherer Zeiten eine wichtige Schnittstelle.

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