Stimmt – Top-Manager verdienen zuviel

Alex R.

Das gilt zumindest für 10 % aller Top-Manager, Vorstände und Aufsichtsräte! Die große Mehrheit der Führungskräfte wird im internationalen Vergleich jedoch eher unterdurchschnittlich bezahlt.

Insoweit ist die andauernde Vergütungsdiskussion wieder einmal ein eher politisches Thema, welches von anderen, grundlegenden Versäumnissen ablenken und Stimmen bringen soll. Auf der Strecke bleiben Informationen über den exorbitant hohen Abgabenanteil dieser Zielgruppe, obwohl hinter verschlossenen Türen der Ministerien sehr positiv über hohe Gehälter gedacht wird, liegt doch deren prozentuale Höhe weit über der des Durchschnittsverdieners – in absoluten Zahlen ein wahrer Geldsegen für das Finanzministerium.

Ich bitte mich nicht falsch zu verstehen, ich bin für eine Obergrenze, was die Gehälter bzw. Vergütung angeht. Diese sollte jedoch in Abhängigkeit der Unternehmensgröße, der Verantwortung und der Ziele durch einen Beirat oder Aufsichtsrat festgelegt werden. Gleiches gilt auch für die Vertreter der Überwachungsorgane – hier sollte der Inhaber oder Gesellschafter abwägen, welche Erfahrung, welches Know-how und welcher zeitliche Aufwand angemessen entlohnt werden müssen.

Gehaltsgrößenordnungen in vielfacher Millionenhöhe, so diese denn aus spekulativen Tätigkeiten „erzielt“ werden, sind mir jedoch ein Gräuel. Deshalb kann ich hier das öffentliche Getöse auch in Ansätzen verstehen. Mit Erstaunen nehme ich jedoch immer wieder zur Kenntnis, mit welcher Gleichgültigkeit wir, das Volk, extrem hohe Gagen bei Schauspielern, Entertainern und Sportlern aufnehmen. Insoweit wäre eine bessere Aufklärung durch die Aufseher und Gesellschafter von Nöten – und zwar nicht nur über die Zusammensetzung des Gehalts, sondern vielmehr auch über die Aufgaben, der Verantwortung und dem Zeitaufwand, den der Top-Manager vergütet bekommt, hinaus. Wird die Gesellschaft darüber informiert, welchen Gehaltsanteil ein Manager für das Erreichen langfristiger Ziele, dem Wohl des Unternehmens und seiner Mitarbeiter erhält, würde sich die Ungerechtigkeitsdebatte schnell erledigen. Denn eine 70h Woche, keine wirkliche Freizeit mehr, sofortige Verfügbarkeit und häufig eine in Mitleidenschaft gezogene Familie wünscht sich kaum jemand.

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